
Stephen Wiltshire ist ein begnadeter Zeichner und berühmter Künstler.
Durch seine
Inselbegabung ist es ihm möglich, ein Objekt zu betrachten und danach mit sicherem Strich komplizierte architektonische Feinheiten detailgetreu aufs Papier zu bringen.
Er zeichnet meist frei aus dem Gedächtnis komplette Stadtbilder von London, Rom, Hong Kong oder Frankfurt am Main nach nur einem Hubschrauber-Rundflug und übernimmt Garantie, dass kein Hochhausfenster fehlt. Dabei erstaunt nicht nur das unfassbare Erinnerungsvermögen von Stephen, sondern auch seine enorme Ausdauer.
Mit feinem Stift hat er auf dem Bild der
Canary Wharf Underground Station unterschrieben, wie viele Rolltreppenstufen sichtbar sein müssen. Er hat sie nicht gezählt. Er hat sie gesehen. Und was er einmal gesehen hat, das vergisst er nicht. Er zeichnet nicht, er druckt das Bild aus.
Von Normalsterblichen unterscheidet Stephen Wiltshire der frappierende Zugriff auf sein Gedächtnis. Ein gesundes Gehirn kontrolliert seine Erinnerungsspeicher, d.h., oft Bernötigtes wird ins Ausgabefach gelegt, mehr nicht. Wiltshire sieht dauerhaft, was er gespeichert hat.
Mit fünf Jahren begann er zu malen, einige Jahre später waren seine Bilder weltberühmt. Vorzugsweise malt er Landschafts- und Städteansichten.
Sein IQ liegt unter 60. Er kann sich kaum verständlich machen und lebt deshalb von der Außenwelt abgeschnitten. Emotionen begegnet er mit Desinteresse und Unverständnis.
Ich bin von diesem fotografischen Gedächtnis und seinen Bildern, die bis auf das kleinste Detail aus dem Kopf gemalt sind, total fasziniert. Schaut selbst.













Wieso hat er denn einen IQ unter 60?
Sind das nicht eher Folgen seines Autismus?